Erste Schritte im Dog Obstacle Racing – Woche 1
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Credits: C4 Pet Photography
Dieses 5-wöchige Trainingsprogramm für Dog Obstacle Racing (OCR) hilft Dir und Deinem Hund dabei, Selbstvertrauen, Körperbewusstsein und Teamwork beim Bewältigen typischer Hindernisse aufzubauen.
Entwickelt wurde das Programm von Alexis Karpf und Jacqui Johnson, den Gründerinnen von North American Canicross und erfahrenen Hindernisläuferinnen mit mehreren Podiumsplätzen beim OneWorld Canine Obstacle Course Race.
Egal, ob Du Dich auf Deinen ersten OCR-Wettkampf vorbereitest oder gezielt an Hindernissen arbeiten möchtest, die Deinem Hund noch schwerfallen – die Übungen lassen sich individuell an Euer Team anpassen. Du brauchst dafür keinen kompletten Hindernisparcours. Viele der Übungen kannst Du zu Hause, beim Spaziergang oder mit Gegenständen aus Deiner Umgebung durchführen.
Halte die Trainingseinheiten kurz, belohne häufig und freue Dich über jeden kleinen Fortschritt. So gewinnt Dein Hund Schritt für Schritt an Sicherheit.
Möchtest Du mehr lernen? Dann melde Dich kostenlos für den kompletten First steps in obstacle racing-Kurs an. Du erhältst alle fünf Trainingswochen mit Videos, Tipps und wertvollen Hinweisen für Deinen ersten Wettkampf direkt per E-Mail.
Eine sichere Grundlage schaffen
In dieser Woche geht es darum, Deinen Hund sicher über unebene Untergründe zu führen, das Bewusstsein für die Hinterhand zu fördern und die Kommunikation zwischen Euch bei Hindernissen aufzubauen.
Hunde mit einem guten Körperbewusstsein meistern Hindernisse leichter. Alle vier Pfoten koordiniert einzusetzen, macht sie nicht nur schneller – entscheidend ist vor allem, dass sie ihren Körper gezielt einsetzen können.
Bevor Ihr startet
Auch wenn OCR-Wettkämpfe große und technisch anspruchsvolle Hindernisse enthalten können, musst Du keinen kompletten Parcours im Garten aufbauen, um mit dem Training zu beginnen.
Folgende Gegenstände eignen sich hervorragend für den Einstieg. Natürlich kannst Du auch andere Gegenstände verwenden – Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
- Wackelbrett
- Pylonen
- Balancekissen oder Luftkissen
- Treppe
- Flach auf den Boden gelegte Leiter
- Flache Kunststoffwanne oder großer Hundenapf
- Cavaletti-Set
- Natürliche unebene Untergründe im Freien
Heutige Video-Lektion
Bewusstsein für die Hinterhand entwickeln
Ein gutes Bewusstsein für die Hinterhand hilft Deinem Hund, alle vier Beine gezielt einzusetzen – und nicht nur die Vorderbeine.
Übung 1: Rückwärtsgehen
- Positioniere Deinen Hund zwischen zwei schmalen Begrenzungen, zum Beispiel in einem Flur oder zwischen Pylonen oder Möbeln.
- Stelle Dich vor Deinen Hund und übe leichten Druck aus, indem Du langsam auf ihn zugehst.
- Belohne zunächst kleine Schritte rückwärts und verlängere die Distanz nach und nach.
Ziel ist eine ruhige, flüssige Rückwärtsbewegung.
Übung 2: Hinterhand drehen
- Lass Deinen Hund die Vorderpfoten auf einen niedrigen, stabilen Gegenstand stellen, zum Beispiel eine umgedrehte Wanne oder einen Eimer.
- Während die Vorderpfoten erhöht stehen, führst Du die Hinterbeine mit einem Futtertarget und leichtem Körpersignal langsam im Kreis um den Gegenstand.
- Übe beide Richtungen gleichmäßig.
Übung 3: Präzise Pfotenplatzierung
- Lege eine Leiter oder Cavaletti-Stangen flach auf den Boden.
- Führe Deinen Hund langsam hindurch und achte darauf, dass er jede Sprosse oder Stange bewusst übersteigt.
Ziel ist eine kontrollierte Bewegung, ohne die Stangen zu berühren.
Selbstvertrauen auf unebenem Untergrund aufbauen
Selbstvertrauen entsteht durch positive Erfahrungen – nicht durch Zwang. Gib Deinem Hund Zeit, neue Untergründe selbstständig zu erkunden, auszuprobieren und Lösungen zu finden.
Übung 1: Wackelbrett
- Locke Deinen Hund zunächst in Richtung des Wackelbretts. Schon eine Pfote auf dem Brett ist ein Erfolg – belohne sofort.
- Lass Deinen Hund verschiedene Verhaltensweisen ausprobieren: aufsteigen, wieder abspringen oder das Brett neugierig untersuchen. Belohne jede freiwillige Interaktion.
- Mit zunehmender Sicherheit kannst Du ihn dazu animieren, vollständig auf dem Brett zu stehen.
- Genauso wichtig wie das Aufsteigen ist das kontrollierte Absteigen. Nutze dafür ein Freigabesignal wie „Okay“ oder „Runter“ und belohne ein sicheres Verlassen des Brettes.
Übung 2: Treppen
Treppen eignen sich hervorragend, um sowohl das Selbstvertrauen auf unterschiedlichen Untergründen als auch das Bewusstsein für die Hinterhand zu fördern.
- Beginne damit, dass die Vorderpfoten auf dem Boden stehen und die Hinterpfoten auf der ersten Treppenstufe.
- Arbeite Dich anschließend Stufe für Stufe nach unten vor. Pausiere jeweils mit den Hinterpfoten erhöht und den Vorderpfoten am Boden. Diese Übung verbessert Kontrolle und Körpergefühl im hinteren Körperbereich.
Nimm das Training mit nach draußen
Auch Eure täglichen Spaziergänge bieten ideale Möglichkeiten, verschiedene Untergründe kennenzulernen.
Nimm ein paar Leckerlis mit und motiviere Deinen Hund, mit seiner Umgebung zu interagieren: über Felsen zu klettern, Baumstämme zu übersteigen oder unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten zu erkunden. Lass ihn dabei sein eigenes Tempo bestimmen und belohne Neugier sowie jeden mutigen Versuch.
Das Training soll Spaß machen und niemals erzwungen wirken. So wird jeder Spaziergang ganz nebenbei zu einer effektiven OCR-Trainingseinheit, bei der Dein Hund Selbstvertrauen, Koordination und Vertrauen in Euch als Team entwickelt.
Selbstvertrauen entsteht durch viele kleine Erfolge! Es geht nicht darum, jede Übung perfekt auszuführen, sondern einen Hund aufzubauen, der selbstständig denkt, sich anpasst und Hindernisse sicher bewältigt. Freue Dich über jeden Fortschritt und halte das Training kurz, spielerisch und kontrolliert.
Bereit für den nächsten Schritt? Melde Dich kostenlos für den vollständigen Kurs an und erhalte Zugang zur nächsten Lektion. Dort erfährst Du alles über die richtige Wettkampfausrüstung und das optimale Setup.
*Kurs wird in englischer Sprache angeboten.